RTF "Dueren-Hoven"

Internet: Staubwolkehoven.de
Bewertung Strecke: ***
Organisation: *****
Streckenangebote: 43/73/113/153
Höhenmeter: bis ca. 800
Kondition: 43 / 73 * / 113 ** / 153 ***
Verpflegung: *****
Gefahren im Jahr: 2012, 2014
Gesamtnote: ****
Zeitpunkt: Ende April

Download GPS File 110er Strecke 2014: Link

Bewertung max. 5 Sterne

Erläuterungen stammen aus der Teilnahme in 2014

"Die ideale Saisonvorbereitung", so könnte der Oberbegriff für diese RTF lauten. Auf der Homepage des Radclubs werden alle Strecken bis auf die 153 Kilometer Distanz als leicht ausgeschrieben. Dies kann man so weitergeben. Nach dem Startstempel waren die Organisatoren der Strecke erst einmal bestrebt, die Radsportler aus dem doch schon stärker befahrenen Wegenetz nahe Düren raus zu bringen. Nach ca. 5 Kilometern erreichen wir bei Merzenich den ersten Feldweg. Dieser ist gut ausgebaut und noch ziemlich neu. Auf den nächsten Kilometern werden wir gut ausgebaute Feldwege nicht mehr verlassen. Diese RTF punktet mit weiten Feldaussichten bis in die doch schon nahe gekommene Eifel. Nachdem wir Düren 30 Minuten hinter uns gelassen haben, befinden wir uns im Kreis Bergheim. Erst als wir Bliesheim verlassen, kommen die Rennradfahrer auf belebtere Straßen. Der Autoverkehr nimmt zu. Es wird nichts dramatisches, aber auf den ersten Kilometern ungewohnt. Wir haben uns zu sehr an die Feldwege gewöhnt. Ab sofort sollte es nicht mehr weiter weg von Düren gehen. Die Wende wurde von den Organisatoren ausgeschildert.

Wir sind schon längst im Kreis Euskirchen und bewegen uns zur Steinbachtalsperre, die von den 100 Kilometer Fahrern nicht besichtigt werden kann und somit nur der 153 Kilometer Route vorenthalten bleibt. So ganz die Eifel liegen lassen wollten die Mitglieder des RSV Hoven dann doch nicht. Der Aufstieg nach Billig und später im Kreis Düren nach Thum trieben den Höhenmesser bei der 113 Kilometer Tour auf 400 Gesamtmeter bei Tourabschluss hoch. Bis Kreuzau geht es nun im Falltempo schnell voran. Schade ist, dass sich die RTF kurz vor Ende durch die Orte Derichsweiler und Mariaweiler stark zieht und das Verkehrsaufkommen leider auch seinen Höhepunkt erreicht. Viele Ampeln führen zu Brems- und Startvorgängen, die die noch nicht 100 prozentige Kondition belasten. Es gab insgesamt drei Verpflegungsstationen die wirklich alles zur Verfügung stellten, was sich Rennradfahrer auf derartigen Veranstaltungen wünschen. Die Beköstigung lag mit Waffeln, belegten Broten, Müsli Riegeln, Äpfel, Bananen und natürlich auch kalten Getränken weit über dem Durchschnitt. Zu diesem Zeitpunkt wussten die Teilnehmer noch nicht, dass auch die Beköstigung nach dem "Rennen" im Preis und Leistungsverhältnis kaum noch zu schlagen war. Wo gibt es noch Getränke unter einem Euro? Diese Tatsache spricht eine klare Sprache, dieser Klub sieht eine RTF als Herzensangelegenheit an und so gut gelaunt und gesprächig sind auch die Vereinsmitglieder. Schade ist, dass es nur ca. 350 Teilnehmer gewesen sind, diese RTF hätte mehr verdient.

Fazit: Diese RTF könnte auch als die drei Kreistour bezeichnet werden, sie stellt die Teilnehmer vor nicht allzu-großen konditionellen Herausforderungen. Wer es auf Flachlandpassagen schnell mag, der ist hier genau richtig. Die Beschilderung war sehr gut und eindeutig gut erkennbar. Auch die Gegebenheiten um die RTF wie zum Beispiel Verpflegung waren weit oberhalb dem Durchschnitt. Vielleicht lässt sich in Zukunft noch die ein oder andere ruhige Nebenstraße mehr einbauen. Ansonsten kann die Teilnahme nur empfohlen werden, so stellt diese RTF eine gute Saisonvorbereitung dar.

Markante Ortschaften der 113 KM Strecke:
Birkesdorf, Arnoldsweiler, Morschenich, Buir, Blatzheim, Pingsheim, Erp, Friesheim, Bliesheim, Kleinbüllesheim, Stotzheim, Billig, Euenheim, Ülpenich, Zülpich, Junterdorf, Embken, Muldenau, Thum, Drove, Kreuzau, Schneidhausen, Gürzenich, Derichsweiler, Mariaweiler, Birkesdorf