RTF "Von der Erft zur Urft"

Internet: rsv-euskirchen.de
Bewertung Strecke: *****
Organisation: *****
Streckenangebote: 45/71/120/150/200
Höhenmeter: bis ca. 2500
Kondition: 45 * / 71 ** / 120 *** / 150 **** / 200 *****
Verpflegung: *****
Gefahren im Jahr: 2010, 2011, 2012, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018

Gesamtnote: *****
Zeitpunkt: Ende Mai
Download GPS File 110er Strecke 2016: Link

Bewertung max. 5 Sterne

Kein Berg ist den Euskirchener zu hoch
Kein Berg ist den Euskirchener zu hoch

Erläuterungen zur RTF stammen aus dem Jahr 2017

Der Name dieser RTF lässt schon so einiges vermuten. Die Erft wird eher mit flacheren Regionen im Kreis Euskirchen in Betracht gebracht, die Urft zeigt in der Eifel ihr schönstes Gesicht. Jeder Teilnehmer dieser Rundfahrt wusste spätestens am Nachmittag nach der Rückkehr dieses anspruchsvollen Radtouristikfahrt, wie schön die Eifel sein kann. Die Organisatoren waren wirklich in jedem Kilometer Streckenführung bestrebt, stark befahrene Straßen auszusparen. Die ersten 20 Kilometer gingen fast ausnahmslos über Feldwege oder Straßen, die einen gleichnamigen Namen verdient hätten. Die Ausblicke gleich hinter Euskirchen waren erstklassig und dies sollte sich bis zur Rückkehr nicht mehr ändern. Es ist nicht zu positiv gesprochen, wenn ich sage, eine wohl schönere Route durch die Eifel kann es fast nicht mehr geben. Sie zeigte von bewaldeten Feldwegen, bis hin zu exzellenten Hochplattformen, alles was sich der Rennradfahrer wünscht.
Es gab 3 Verpflegungsstationen auf der Hundertkilometerstrecke, die eine sehr gute Beköstigung sicherstellen. Angeboten wurden Kekse, Schokolade, Äpfel und Rosinenbrote. Ein Vereinshelfer ließ mich wissen, dass man die 1000 Teilnehmer Schallgrenze durchstoßen wolle. Bei Fahrern die aus den Niederlanden, Belgien, Hamburg, Gelsenkirchen oder auch Frankfurt anreisen eine nicht unmögliche Zahl.

Quelle: http://www.gpsies.com
Quelle: http://www.gpsies.com

Wie bereits erwähnt, bot diese RTF für jeden Konditionsstand eine passende Strecke, lediglich die 45 Kilometer verliefen flach, die Strecken oberhalb der 100 Kilometermarke orientierten sich von 1200 HM bis zu weit über 2500 HM. Mehr Höhenmeter können in der Eifel kaum mehr einfach erreicht werden. Das Teilnehmerfeld war gemischt, keine Altersstufe fehlte. Der Straßenbelag war meist gut, es gab ein paar Teerschäden auf den Feldwegen, die gut ausgeschildert wurden. Die Schilder "Bremsen!" nicht zu vergessen. Anstiege wurden sehr anschaulich auf Tafeln mit Höhenmetern, Länge und durchschnittlichen Steigungen ausgehangen. Die Beschilderung der RTF war gut. Es darf nicht vergessen werden, wie viel Arbeit es erfordert eine RTF über Feldwege auszuschildern. Eine gewisse Aufmerksamkeit gehört mit dazu, gerade auch bei Wurzelschäden innerhalb vom Wald. Es wird wohl keiner von uns den Satz "Quäl dich du Sau!" vergessen haben. Zu dieser RTF könnte er nicht passender sein, der Verein steckt sehr viel Herblut und Leidenschaft in seine Veranstaltung. Am letzten Verpflegungsstandort gab es einen Luxuspavillon der mit Luft aufgeblasen wurde und mit Kühlschränken bestückt war :-). Nach der Zielankunft bot der RSV Euskirchen genügend Möglichkeiten zur Stärkung bei moderaten Preisen an. Trotz hoher Teilnehmerzahlen ging die Verpflegung nicht zur Neige, genial. Alle Vereinsmitglieder und Helfer zeigten sich sehr aufmerksam und hilfsbereit.

Fazit: Diese RTF stellt sich landschaftlich und organisatorisch eindeutig in den Vordergrund, allen beteiligten Helfern muss ein großes Lob für den gesamten Ablauf der Veranstaltung ausgesprochen werden. Für jeden, der gerne Touristikfahrten fährt, ein klares Muss zu Teilnahme, nur die Kondition sollte schon vorhanden sein, ansonsten werden die Blicke eher auf den Tacho, als auf die Landschaft fallen. Sehr hohe Teilnehmerzahl garantiert.

Markante Ortschaften der 111 KM Strecke:
Euskirchen, Weiler am Berg, Nöthen, Nettersheim, Marmagen, Dommersbach, Kall, Mechernich, Kommern, Firmenich, Nemmenich, Euskirchen