Tour de ALS

Internet: alleliebenschmidt.de
Bewertung Strecke: ****
Organisation: *****
Streckenangebote: 75
Höhenmeter: ca. 850
Kondition: 72**
Verpflegung: *****
Gefahren im Jahr: 2017
Gesamtnote: *****
Zeitpunkt: Ende August
Download GPS:
als-tour.gpx [174 KB]
!!!Tour fand im Jahr 2018 nicht statt!!!

Alle Bilder wurden mit freudlicher Genehmigung der Sport und Eventfotografie "Ultrafoto" zur Verfügung gestellt.
Weiteres unter:
www.ultrafoto.de/

Auf dem Weg nach Bergstein (Rureifel)
Auf dem Weg nach Bergstein (Rureifel)
Bruno Schmidt
Bruno Schmidt

Die "Tour de ALS" ist keine RTF Veranstaltung, sondern eine organisierte Radtour, die ohne den sportlich hohen Hintergedanken auskommt. Sie sieht sich als Brücke für kranke Menschen, die an an „Amyotrophe Lateralsklerose“ leiden. Der Verein "Alle lieben Schmidt" hat die Organisation übernommen und bittet alle Teilnehmer um eine Spende in Höhe von 50€. "ALS" ist nicht heilbar und verursacht das absterben von Nervenzellen, die für die Steuerung von Muskelbewegungen zuständig sind. Im weiteren Verlauf treten Lähmungserscheinungen auf, die bei den meisten Patienten schnell voranschreiten. Da "ALS" nicht heilbar ist, sind die Muskeln bald abgestorben, so das der Mensch nicht mehr lebensfähig ist.
Der Vereinsvorsitzende und Vermittler heißt Bruno Schmidt und ist selbst betroffen. Er fährt mit Leib und Seele Fahrrad, um Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Er möchte ihnen Mut machen und ihre Lebensqualität so gut es geht beibehalten. Bruno ist ein bemerkenswerter Mensch, der mit Herzlichkeit und Freude in den verschiedensten Ankünften seiner deutschlandweiten Reisen begrüßt wurde. Seine Kraft holt er bei alle diesen Menschen ein und gibt sie weiter.
Um alle dem noch besser gerecht werden zu können, schaffte er den Verein "Alle lieben Schmidt" und unter anderem die Tour de ALS. Sie ist eine von vielen anderen Events die jährlich stattfinden, um Zeichen der Hilfe zu setzen.

Max Walscheid (Team Sunweb) im Interview
Max Walscheid (Team Sunweb) im Interview

Die Tour de ALS startete 2017 in Düren-Gürzenich. In der Teilnahmegebühr waren ein Begrüßungspaket, eine geführte Radtour, etwas Profiatmosphäre, gute Beköstigung, ein T-Shirt mit Werbegeschenken und ein Abschlussevent nach der Ausfahrt mit heißen Waffeln und Getränken in geselliger Runde enthalten.
Der Verein ist bestrebt Profisportler, wie im Jahr 2017, "Max Walscheid", anzusprechen, die mit an der guten Sache arbeiten und ihren Sport als Botschafter vertreten. Eines sei an dieser Stelle gesagt, Max hat diesen Job erstklassig gemeistert. Der Radsport ist natürlich und bodenständig geblieben und nicht vom Geldsegen anderer Sportarten geprägt. Der Weltklassesprinter Andre Greipel hat diesem Event im Jahr 2016 beigewohnt. Profi-Radsport zum Anfassen ist angesagt.
Das die 160 Teilnehmer verstanden haben worum es geht, das wurde Sven Rehbein, (stellvertretender Vorsitzender des RSV-Düren), gleich bei der Begrüßung klar. Die Absage von Andre Greipel und Christian Knees, hat keinem Teilnehmer zur Absage oder zum Fernbleiben animiert. Es geht um Hilfe für kranke Menschen, dabei sein ist alles. Wenn es die Berufswege zulassen, so war es von den verantwortlichen zu hören, möchten beide im nächsten Jahr wieder mit satteln.
Zur Sicherheit beim Fahren im geschlossenen Verbund wurden Motorradfahrer eingeladen, die die Strecke absicherten und Gefahren minimierten. Die gut organisierte Rast am "Eifelblick" nahe der Ortschaft Schmidt war von der Beköstigung und Aussicht nicht mehr zu toppen. Die Rureifel ist und bleibt eine tolle Region nicht nur zum Rennradfahren.

Finisher Foto im neuen Team T-Shirt
Finisher Foto im neuen Team T-Shirt
Team Mini im Einsatz...
Team Mini im Einsatz...

Abschließend bleibt festzuhalten, dass das Team Düren Mini da geholfen hat, wo es gebraucht wurden. Ganz gleich ob es ein platten Reifen oder auch eine Konditionsschwäche eines Teilnehmers gab, sie waren zur Stelle und haben sichergestellt, dass alle wohlbehalten am Ziel angekommen sind. Sie dienten als stille Polizei im Feld und stellen den ersten und letzten Fahrer in der Gruppe. Sie brachten aber auch die Lockerheit mit, den Teilnehmern die schon anspruchsvollere Strecke etwas leichter zu gestalten.
Damit dürfte das Fazit schnell abgeschlossen sein. Die Tour de ALS ist kein Rennen, sondern ein Event, dass in dieser Form kaum vergleichbar geben wird. Es vereint Sportler, bringt Hoffnung für betroffene Menschen und zeigt wie klein unsere Welt ist, wenn es darum geht, etwas näher zu kommen und in der Gemeinschaft große Dinge zu tun. Die Teilnahmegebühr als Spende ist bei diesem Event berechtigt und gut angelegt. Bleibt die Hoffnung, dass ALS irgendwann heilbar ist und Bruno Schmidt noch lange die Geschicke des Vereins leiten wird.
Ohne die Mitarbeit vom Team Mini, dem RSV Düren (u.a. Sven Rehbein), dem Autohaus Horn, dem Rose-Versand Bocholt und vielen anderen Gönnern und Sponsoren könnte das alles nicht gestemmt werden. Nicht zu vergessen alle Vereinsmitglieder, die sich aufopferungsvoll um die Teilnehmer gekümmert haben. Das war großes Kino. Besser? Geht nicht!

"Alleine hast du es in der Hand. In der Gruppe hat es Bestand."

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