Über mich

Hallo Radsportler(innen),

bei einer Körpergröße von 2 Meter kann man nicht unbedingt von einem optimalen Radsportler sprechen. Der Weg zum Rennrad war auch nicht auf Anhieb beschrieben.

Erst einmal habe ich über 20 Jahre Tennis gespielt und konnte in Mannschaftswettbewerben und Clubmeisterschaften einige Erfolge vorweisen. Es blieb allerdings beim normalen Freizeitspieler. Der Fortschritt blieb irgendwann auf der Strecke und es musste ein Ausgleich her.

Ich machte mir mein damals über 10 Jahre altes Rennrad mit Stahlrahmen und Sachs Schaltung zurecht und fuhr ein paar Kilometer ums Dorf. Da das Rad ohne besonderen Wert und mit einfachster Ausstattung ausgerüstet war, stellen sich schnell Defekte ein.

Es musste etwas Neues her und es sollte kein Rennrad, sondern ein Touren-Trecking-Rad sein, das fortan 2 Jahre mein alleiniger Begleiter war.

Der Spaß stieg mit jedem Kilometer und als ich die 2000 Jahreskilometer überschritten hatte, kam der erneute Rennradgedanke. Das gekaufte Mannesmann Rad aus Stahl mit 105 Shimano STI Schaltung war, damals mit Lenkradschaltung, noch sehr innovativ. Es sollte mich über 9 Jahre begleiten, bevor der Nachfolger Storck Scenario Race hieß.

Bis ins Jahr 2012 lief es als Rennrad und es folgte dem Aluminium der erste Carbon Rahmen, den ich heute noch fahre.
Es war mit Sicherheit nicht nur das Training, was mich beflügelt hat, sondern die Landschaft, die Ruhe und der Ausgleich, sich nicht mehr über ein schlechtes Match ärgern zu müssen.

Ein Nachteil meines Arbeitsumfeldes in der IT-Branche sind die unregelmäßigen Arbeitszeiten, die es schwierig machen, im vorauszuplanen. Somit fiel manche Tennisstunde ins Wasser.

Des Weiteren macht es mir sehr viel Spaß an den Rädern zu "schrauben". Ich glaube ohne diese Eigenschaft hätte ich den Spaß nie so wie heute gewinnen können.

Was fehlte, ist der eigentliche Team-Gedanke mit anderen zu fahren. Die RTF Fahrten bringen schon einmal etwas Ausgleich, allerdings konnten sie den Zusammenhalt eines Tennis Vereins nicht ersetzen. Unterwegs getroffene Radsportler geben sich in der Regel wortkarg. Daher fasste ich im April 2017 den Entschluss ins Team "Casa Ciclista" einzutreten. Die Kontakte in netter Gesellschaft neben stetig zu und Radsport wird jetzt endlich das, was es sein muss, ein Gemeinschaftssport. Ich möchte es auf jeden Fall erwähnt haben, Tennis ist ein toller, wenn auch sehr schwerer Sport ist.

Irgendwie fühlt man sich dem häuslichen nahem Vereinen noch zugewandt, sodass ich, trotz fehlender Spielpraxis, dem Tennis Verein erhalten geblieben bin und bis 2012 noch aktiver Mannschaftsspieler war.

Der Radsport hat gewonnen.

Mit den besten Grüßen