Kall-Gemünd-Heimbach

Möglicher Start: Gemeinde Vettweiß

Beschreibung: Ein richtiges Bergtraining in der Eifel bei einer Tour-Länge unter 100 Kilometer durchzuführen ist eine nicht ganz leichte Aufgabe. Diese Tour bedient sich einem einfachen Hilfsmittel, den Feldwegen. Bekanntlicherweise werden diese nicht erbaut wo es einfach erscheint, sondern dort, wo die Felder der Bauern liegen und das zeigt Wirkung. Nicht unerwähnt sollten die 10 Kilometer An- und Abfahrt bleiben, die die Bergpassagen weiter komprimieren.
Das dabei der Verkehr unten angesiedelt ist, findet keine weitere Erklärungsnot. Vor dem Eintritt in die Rureifel gibt es ein gut und gerne 25 Kilometer langen verkehrsarmen Abschnitt, der gleich mit bis zu 10 Prozent Steigung richtig zur Sache geht. Da die Streckenkombination nicht für Zeitfahrer gemacht ist, lohnt ab sofort ein Blick ins schöne Zülpicher Tal. Die Mühen werden eindrucksvoll belohnt. In der nun folgenden Ortschaft Berg geht es nach Düttling gleichmäßig und kontinuierlich 200 Meter näher zum Himmel. In Höhe Kall kommt erst einmal wieder nennenswerter Verkehr ins Spiel, begrüßen wir diesen erst einmal vom Rad weg aus, wird er spätestens in Gemünd schon anstrengender und wird uns bis Heimbach begleiten. Besonders hervorzuheben ist der Aussichtspunkt "Henriette Platz" bei der Abfahrt von der Mariawalder Höhenpassstraße, ca. 2 Kilometer hinter dem Kloster. Ein Stopp sollte zeitlich mit eingeplant werden.

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Topologie:
Die Dürener Rureifel kombiniert mit Feldwegen macht den Reiz dieser Tour aus. Der steilste Anstieg findet von Gemünd nach Wolfgarten statt. Dieser ist mit Serpentinen in den Berg gelegt. Der wohl verkehrsreichste aber auch schwerste Anstieg. An sonnigen Wochenenden ist dieser Streckenabschnitt nicht immer ruhig, da Motorradfahrer ihren Spaß an der Strecke gefunden haben. Es gibt leider keine Alternative. Die Weiterfahrt zum Kloster Mariawald und dann nach Heimbach bringt wieder etwas Entspannung. Die Anstiege zurück aus Heimbach in die Voreifel werden kürzer, bleiben aber trotzdem fordernd. Die Ortsnamen machen es vor, als wir Nideggen-Berg, (In der Eifel heißt jeder 5. Ort "Berg" ;-)), erreichen, klingt die Tour über Feldwege der Zülpicher Börde und später im Zeitfahrertempo über die B477 aus.

Straßen: Beim Nachfahren dieser Tour muss man sich darüber im klaren sein, dass Feldwege schön, aber nicht immer tadellos sind. Die in dieser Tour verwendeten Passagen entsprechen nicht immer einem 1a sondern auch einem 1b Zustand. Ich möchte darauf hinweisen, dass der Streckenabschnitt zwischen Düttling und Kall mit einigen Frostschäden auf euch wartet. Damit solltet ihr den Blick auf den Weg nicht verlieren. Gleiches gilt für das Ausrollen hinter Nideggen Berg. Diese Tour ist nicht für Höchstgeschwindigkeiten gemacht, dafür bietet sie viel Ruhe und die Schönheit der Natur. Einen kleinen Ausgleich soll der Tourausklang auf der B477 geben, der den Durchschnitt auf flachem Gebiet anpassen kann, zu diesem Zeitpunkt ist das eine Frage der Kondition.

Sehenswürdigkeiten: Ausblick Zülpicher Börde, Luftkurort Gemünd, Kloster Maria Wald, Aussichtspunkt "Henriette Platz" bei der Abfahrt nach Heimbach, Stadt Heimbach mit Burg Hengebach (Tour links zum Zentralort verlassen)

Verpflegung: Bei Start der Tour in den kleinen Ortschaften sind nur wenige Restaurants, Kaffees oder Geschäfte vorhanden. Ab Kall, Gemünd und Heimbach ist die Infrastruktur optimal. In allen drei Ortschaften müsst ihr die Tour zum Zentrum hin verlassen. Zusätzlich gibt es genügend Sitzmöglichkeiten zum Entspannen. Der Nationalpark hat eine Förderung dieser Gegend bewirkt.