GPS: Auf Feldwegen in die Eifel

Möglicher Start: Gemeinde Vettweiß

Beschreibung: Mit dem Rennrad fernab von Straßen und Verkehr, fast schon wie mit einem Mountainbike fahren, geht nicht? Doch es geht, aber es kostet viel Zeit und Mühe so eine Tour zusammenzustellen. Wer möchte schon gerne zurückfahren, weil Schotter ein klassischer "No Go" ist. Feldwege bleiben in jeder Tour immer ein Kombination zwischen Kompromiss Teerbelag und Landschaftsausblicken, wie sie sonst fast nirgends zu finden sind. Diese Tour geht mit Sicherheit nicht in das Hochgeschwindigkeits-Segment auf, trotzdem lässt sie sich gut zum trainieren einsetzen. Die Landschaftsbewertung zeigt, dass es nicht immer fernab gehen muss, die Ahr ist schön, es muss aber auch Alternativen dazu geben. Es geht gleich durch die schöne Zülpicher-Börde, obwohl die Strecke noch flach verläuft, ergeben sich bereits schöne Ausblicke. Das ein oder andere Waldstück hebt zusätzlich die Laune und die Lust auf die bald folgenden Berge, die stetig näherkommen. Alternativlos an dieser Tour ist der Kontrast der Blicke auf der einen Seite bis in den Kreis Bergheim und auf der anderen Seite die Rureifel, die nicht nur im Sommer bei Touristen beliebt ist. Es sei noch angemerkt, dass die Tour nicht in Hocheifel einsteigt.

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Topologie: Wie schon erwähnt wird diese Tour nicht für Geschwindigkeitsrekorde eingestellt. Die Anstiege auf den verschiedensten Feldwegen, sind schon bissig, bieten aber unheimlich viel Spaß. Ein rhythmischer Anstieg ist kaum zu finden, vieles geht unplanbar mit den Prozenten auf und ab und das innerhalb nur weniger hundert Meter. Der Gipfel der Tour wird schließlich unweit von Heimbach erreicht. Der Höhenmesser zeigt für 5 Sekunden 19 Prozent an, der Tacho läuft nur noch einstellig, wer möchte kann hier alles raus holen, der Ausblick verlangt danach. Die Prozente bleiben weiterhin zweistellig, bei guter Kondition kann ab sofort alles möglich werden. Der Feldweg ist durchschnittlich ausgebaut, zum Auffahren aber völlig in Ordnung. Die Fahrt geht noch ein Stück weiter in die Dürener Rureifel, bevor sie Richtung Zülpich flach ausklinkt.

Straßen: In die Erhaltung der Feldwege investiert zur Zeit kein Politiker Geld, sie liegen quasi vor sich hin und so lange der Bauer noch hochkommt, passt es schon. Der Reiz dieser Tour liegt in den Anstiegen, nicht in der Geschwindigkeit, es bleibt zu hoffen, dass der Teer-Belag nicht weiter verfällt. Die Abfahrten sind zum Teil auch bis in den zweistelligen Bereich angesiedelt, Aufmerksamkeit ist von euch auf jeden Fall gefragt. In der Höhe der Ortschaft Jakobwüllesheim, ist ab sofort nur noch Straße fahren angesagt, hier sind mir schlichtweg die Ideen und die Erfahrung ausgegangen, mehr ging nicht mehr. Das Dürener Umland ist ruhig, die Straßen somit gut zu fahren, das Tempo kann fokussiert werden.

Sehenswürdigkeiten:
Unweit der Tour liegt die Stadt Zülpich mit ihren schönen Burgmauern und Türmen. Die Tour muss dafür aber gleich zu Beginn verlassen werden. Die Börde ist kein Touristenschwerpunkt, bei Rennradfahrern aus dem Kreis Euskirchen, Bergheim oder auch Köln trotzdem sehr beliebt. Die meisten bleiben allerdings auf den Straßen, daher ist nicht viel Gelegenheit für gesprächige Gesellschaft unter Radsportlern. Ein Abstecher nach Heimbach kann ich euch auf jeden Fall empfehlen, die Burg, die Innenstadt, die durchfließende Rur mit zahlreichen Kaffees und Restaurants ist eine Einkehr wert. Nicht unerwähnt lassen,möchte ich die Auffahrt in Floisdorf zur Hl. Hubertus Kapelle, die einen traumhaften Ausblick über die gesamte Voreifel bietet. Leider gibt es nur eine Stichauffahrt.

Verpflegung: Einkehrmöglichkeiten gibt es in Zülpich und Heimbach, die Stadt Nideggen bleibt auch erreichbar. Im Sommer sollten auf jeden Fall genug Getränke mitgenommen werden, da ein Großteil der Tour ohne Wald und Schatten auskommt.